Scan eines Presseartikels in der Freien Presse vom 07.07.2023
Quelle: Freie Presse | Eckardt Mildner | 07.07.2023

Waldbad: Baden wieder erlaubt
Pünktlich vor der Hitze und dem Start der Ferien sind die Schlingpflanzen aus dem Wasser geholt und der Strand gereinigt. Nur der pH-Wert im Wasser ist noch erhöht.

FREIBERG – Baden im Freiberger Waldbad „Großer Teich“ ist wieder möglich. Die Stadt hat die Wasserfläche freigegeben, heißt es aus dem Rathaus. In den vergangenen Wochen seien dutzende Kubikmeter der Schlingpflanze „Kanadische Wasserpest“ durch eine Fachfirma aus dem Gewässer entfernt worden, da diese durch ihren starken Wuchs für Schwimmer gefährlich wurde. Gleichzeitig haben städtische Mitarbeiter den Strandabschnitt mit neuem Sand befüllt, die Liegewiese gemäht und auf dem Spielplatz Reparaturen erledigt. Grillplätze und Toiletten stünden kostenfrei zur Verfügung. Der Kiosk habe ab heute bei schönem Wetter täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Folge der starken Ausbreitung der Wasserpflanze sei ein erhöhter pH-Wert. Menschen mit sensibler Haut sollten deshalb vorerst das Baden für sich abwägen. Es würde weiterhin regelmäßig getestet. Die Verantwortlichen gingen davon aus, dass sich der Wert in den nächsten Wochen wieder einpegelt. Trotz der Reinigung konnten die Schlingpflanzen nicht komplett aus dem Teich entnommen werden. Deshalb stelle die Stadt einen Gewässerpflegeplan auf, der sie künftig im Zaum halten und sicherstellen soll, dass die Badestelle im Sommer ohne Einschränkungen genutzt werden kann. bk • www.freiberg.de/waldbad

Spiegelteich Barockgarten Zabeltitz 2022

Truxor räumt im Spiegelteich auf

Mit einem Amphibienfahrzeug entfernte ein Chemnitzer Unternehmen die Fadenalgen in
Zabeltitz. Trotz Technik ein Knochenjob.

Zabeltitz. Geschickt und routiniert steuert Franziska Kreher den Truxor an jene Stellen, wo an der Wasseroberfläche die Fadenalgen sind. Die 23-Jährige spricht liebevoll vom "schwimmenden kleinen Panzer" - jenem Amphibienfahrzeug, auf dem sie an diesem Donnerstag gemeinsam mit Tobias Neumann und Jona Thieme die ungeliebten Algen auf dem Zabeltitzer Spiegelteich entsorgt. Quadratmeter für Quadratmeter wird buchstäblich abgegrast.

Der Truxor T-50 ist eine multifunktionale Maschine mit einem umfassenden Werkzeugprogramm. Er kann in Bereichen arbeiten, die weder Mensch noch schwere Technik tragen. Das Amphibienfahrzeug erfüllt höchste Anforderungen des Umweltschutzes. Durch sein gutes Gleitvermögen und den geringen Bodendruck ist der Einsatz sehr schonend für Ufer- und Bodenbereiche.

Und genau darum geht es bei dieser Aktion, die die Firma Wertec aus Chemnitz im Auftrag der Großenhainer Stadtverwaltung erledigt. Das Team fährt momentan regelmäßig solche und ähnliche Einsätze. Denn: "Das Problem besteht zurzeit überall in Sachsen", sagt Wertec-Geschäftsführer Tobias Neumann. Er ist in Zabeltitz vorwiegend mit Wathose bekleidet in dem etwa ein Meter tiefen Spiegelteich unterwegs, schöpft mit einem Kescher die Algen ab. "Das sind nötige Handarbeiten, weil die Maschine nicht überall hinkommt", erklärt Neumann. Am Teichrand wartet bereits Jona Thieme, um die herausgefischten Algen auf eine Schubkarre zu befördern.

Quelle: Sächsische SZ.DE | Thomas Riemer | 13.08.2022

San eines Presseartikel aus der Leipziger Volkszeitung
Quelle: Leipziger Volkszeitung | 28/29.05.2022

Der Schlamm wird aufgefressen
Stadtparkteich Eilenburg: Stadt setzt bei Sanierung des Gewässers auf eine innovative Vorgehensweise statt auf schwere Technik.

Von Kathrin Kabelltz

Eilenburg. Der verschlammte Stadtparkteich wird saniert.
Lange haben die Eilenburger auf diese Nachricht warten müssen. Doch wer in den vergangenen Tagen interessiert und erwartungsvoll auf das Gewässer im Park blickte, sah nichts. Keine Bagger oder andere schwere Geräte, die im Einsatz waren, keine Schlammberge, die sich auftürmten.
Stattdessen war an einem Tag für einige Stunden ein elektrobetriebenes Boot auf dem sehr flachen, fast stehenden Gewässer unterwegs, von dem aus Franziska Kräber und Christian Gruner von der Firma Wertec ein vorher gut durchmischtes weißes Pulver im Wasser verteilten.

Den Teich auszubaggern, wäre zu teuer

Die Stadt hatte sich im letzten Jahr für diese von dem Chemnitzer Unternehmen angebotene innovative Variante entschieden. Vor allem aus Kostengründen. Eine allumfassende Sanierung mit Ausbaggern oder Absaugen der schwarzen Masse würde einen sechsstelligen Betrag kosten. „Das war utopisch“, so Michael Mönicke, bei der Stadt Eilenburg zuständig für Gewässer zweiter Ordnung. Für das Verfahren mit SchlixX®Plus sind dagegen
lediglich rund 10.000 Euro avisiert. Rund zehn Jahre werde es bereits in Gartenteichen angewandt, seit rund drei bis vier Jahren auch in größeren
Gewässern, so Geschäftsführer Tobias Neumann.

Und so funktioniert das Ganze:

Der Schlamm wird vor Ort durch die Zugabe von Sauerstoff und Mikroorganismen biologisch abgebaut. Läuft alles wie geplant, werden
Schlammmenge und Nährstoffgehalt so reduziert, der Schlamm wird förmlich aufgefressen. Im Gegenzug steigen Sauerstoffgehalt und Gewässerqualität. Entsorgungskosten fallen nicht an, die Methode sei kostengünstig und könne bei Bedarf wiederholt werden. Zudem, so Franziska Kräher, sei der Teich auch weiter als Teich nutzbar.

gescannter Presseartikel aus der Haldenslebener Umschau
Quelle: Volksstimme | Haldensleber Rundschau | Juliane Just

Mikroorganismen räumen in Bodendorf auf

Wie der meterhohe Schlamm im Hofteich mit einer ökologischen Methode abgebaut wird. Von Juliane Just, Bodendorf

Der Hofteich ist eine kleine Idylle mitten in Bodendorf. Doch unter der spiegelnden Wasseroberfläche ist das Gewässer aus seinem Gleichgewicht geraten. Bis zu drei Meter Schlammhöhe wurden dort gemessen. Das kleine Gewässer drohte zu kippen. Nun geht es dem Schlamm an den Kragen. Das geschieht mit einem ökologischen Verfahren aus Unterfranken, wie die zuständige Spezialfirma aus Sachsen mitteilt. Dabei wird das Gewässer mit einem Mittel behandelt, welches am Boden über einen längeren Zeitraum Sauerstoff abgibt. Außerdem wurden dem Hofteich Mikroorganismen zugegeben, die unter Wasser aufräumen. Sie oxidieren den Schlamm und wandeln ihn in natürliche Produkte und Gase. So werden dem Hofteich die überschüssigen Nährstoffe entzogen, die ansonsten zu einem ungebremsten Wachstum von Pflanzen und Tieren führen und wiederum für den ungeliebten Schlamm sorgen würden. Die Ortschaft kämpft schon seit 15 Jahren mit dem Schlamm. Laut Angaben von Stadtpressesprecher Lutz Zimmermann wurde die Entschlammung des Teiches bereits im Jahr 2005 ins Auge gefasst, als Süplingen und Bodendorf noch zur Verbandsgemeinde Flechtingen gehörten. Doch wegen der hohen Kosten wurde das Projekt verworfen.

Teure Entschlammung

Im Jahr 2016 ließ die Stadt Haldensleben den Schlamm erneut untersuchen. Dabei kam heraus: insgesamt 19.500 Kubikmeter Schlamm haben sich angesammelt. Dessen Beseitigung hätte laut Lutz Zimmermann stolze 350.000 Euro gekostet, die Entsorgung des Materials nochmals 550.000 Euro. Deshalb sei eine „herkömmliche Entschlammung" verworfen worden. Die jetzige Maßnahme schlage mit 16.500 Euro zu Buche. Ortsbürgermeister Karsten Ulrich kennt den Teich schon aus Kindertagen mit meterhohem Schlamm. ,,Wir hoffen nun, dass diese Methode funktioniert", sagt er. Er selbst gehört dem örtlichen Angelverein an, dessen Mitglieder sich über die Zustände am Grund des Hofteichs ärgern. Nun heißt es erst einmal abwarten, denn die Mikroorganismen brauchen Zeit für ihre Arbeit. Im Herbst wird es laut Stadtverwaltung eine Untersuchung geben, die Aufschluss darüber geben soll, wie effektiv die Methode ist. Diese wird zeigen, wie viel Schlamm abgebaut werden konnte und wann der Hofteich erneut eine Frischekur erhalten kann. Die Stadtverwaltung gehe davon aus, dass eine weitere Behandlung im kommenden Jahr erforderlich ist.

Scan des Pressetextes – Teichentschlammung in Bodendorf
Quelle: Stadtanzeiger der Stadt Haldensleben | 23.07.2020

Teichentschlammung in Bodendorf wird mit ökologischer Methode durchgeführt

Am Hofteich in Bodendorf wurden bis zu drei Meter Schlammhöhe gemessen. Um der Schlammentwicklung und dem Umkippen des Gewässers entgegenzuwirken, kam eine ökologische Behandlungsmethode zum Einsatz. Statt der aufwendigen Variante, das Wasser abzulassen und den Teich auszubaggern, wurde das Gewässer mit einem Mittel behandelt, welches am Boden auf dem Schlamm kontinuierlich Sauerstoff abgibt. Zusätzlich werden hochaktive Mikroorganismen zugegeben, welche den Schlamm oxidieren und ihn in natürliche Produkte und Gase umwandeln. Nebenbei werden im Wasser vorhandene Phosphate langfristig in unlösbare Apatite umgewandelt und so dem Gewässer die überschüssigen Nährstoffe entzogen.

Im Juni rückte die Firma WERTEC mit ihrem Boot und einer speziellen Ausbringungstechnik am Hofteich an. Das Produkt„SchlixX®plus" wurde vorgemischt und gleichmäßig aufgebracht. Die Mikroorganismen bauen in sechs bis acht Wochen 25 bis 80 % der Schlammbelastung ab, ohne Gewässer oder Lebewesen darin zu beeinträchtigen. Im Herbst erfolgt eine Nachkontrolle, wie viel Schlamm abgebaut wurde und wann eine weitere Behandlung erfolgen kann. Schließlich wünschen sich alle einen natürlichen Hofteich, der Naturfreunden, Besuchern und Anglern Freude bereitet. (Quelle: Pressetext: WERTEC-Gewässerbehandlung, 2020-003, www.klare-gewaesser.de)