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Gewässer sind komplexe Systeme

Gewässersysteme sind komplex Systeme. So komplex kann können auch die Ursachen für ein Fischsterben sein

Es spielen viele Faktoren eine Rolle:

  • Wasserzusammensetzung
  • diverse Umweltbedingungen
  • Eingriffe durch den Menschen (z.B. Fischbesatz, Einleitung von Abwasser)
  • Kondition und Alter der Fische
  • Lebensbedingungen der Fische (z.B. Nahrungsangebot)

Großen Einfluss haben:

  • Temperatur
  • pH-Wert (Säure/Lauge)
  • Sauerstoff
  • Gasspannung
  • Vergiftungen
  • Krankheitserreger

Erste Symptome / Anzeichen

Vermehrtes Auftreten von sog. Blaualgen. Das ist z.B. daran erkennbar, das man im knietiefen Wasser, auch ohne Schlammaufwirbeln seine Füße nicht mehr sieht. An der Wasseroberfläche bilden sich grünliche Algenschwaden. Durch das Algenwachstum kann es zu Sauerstoffmangel und zur Bildung von Faulgasen kommen. Das Gewässer stinkt.

Fische können im sauerstoffarmen Wasser versuchen, dicht unter der Oberfläche zu schwimmen und so davon profitieren, dass sich dort Luftsauerstoff im Wasser löst. Wenn die Sauerstoffkonzentration aber zu stark absinkt, hilft auch das nicht. Die Fische ersticken und treiben tot auf der Wasseroberfläche.

Was sind die Gründe für ein akutes Fischsterben?

Beispiel: Sauerstoffmangel

Fische brauchen Sauerstoff zum Leben. In einem unbelasteten oder wenig belasteten Gewässer ist in der Regel ausreichend bis reichlich Sauerstoff im Wasser gelöst, so dass Fische genug Sauerstoff zur Kiemenatmung vorfinden. Durch einen zu hohen Nährstoffeintrag kann es dazu kommen, dass die Sauerstoffkonzentration so stark verringert wird (Hypoxie), dass die Fische ersticken; umgangssprachlich spricht man von einem Umkippen des Gewässers.

In ein stehendes Gewässer (See) oder ein sehr langsam fließendes Gewässer werden kontinuierlich Nährstoffe eingebracht, z. B. Phosphate, Silikate. Wenn dann die Wachstumsperiode einsetzt, können mehr Algen wachsen als vorher. Sie nutzen zur Energiegewinnung bei Licht die Photosynthese und erzeugen dabei Sauerstoff. In der Nacht jedoch zehren sie Sauerstoff auf. Es kann dazu kommen, dass so viel Sauerstoff aufgezehrt wird, dass die Algen selbst absterben, weil das Gewässer völlig sauerstofffrei wird. Dann sinken die toten Algen zu Boden, verfaulen dort und es bilden sich Faulgase, die aufsteigen.
Beschleunigt wird dieser Vorgang, wenn organische, sauerstoffzehrende Substanzen (z. B. nicht ausreichend behandelte Abwässer, Gülle) in das Gewässer eingetragen werden.

Sauerstoffentzug kann aber auch natürliche Ursachen haben, etwa wenn bei langem Zufrieren des Gewässers der Sauerstoffhaushalt des Gewässers unterbrochen oder in einem meromiktischen Gewässer die sauerstoffarme Wasserschicht durch einsetzende Umwälzung an die Oberfläche getragen wird. Auch ein Überbesatz im Rahmen der fischereilichen Bewirtschaftung eines Gewässers kann Sauerstoffmangel erzeugen.

 

Beispiel: Vergiftung und Krankheiten

Eine anderer Grund für ein Fischsterben kann die Intoxikation, also Vergiftung sein. Der Eintrag anorganischer wassergefährdender Stoffe kann zu Vergiftungen führen, die den Fischbestand schädigen oder zum Absterben der Fischpopulation führen, wenn diese direkt oder indirekt (z. B. gelöst in Abwasser) in das Wasser gelangen. Dies ist z. B. der Fall beim Eintrag schwermetallhaltiger Industrieabwässer oder dem hoch konzentrierten Eintrag von Säuren oder Laugen.
Nachweisbar ist die Intoxikation am Fischkadaver im Rahmen einer toxikologischen Untersuchung anhand von gereizten und geschädigten Organen und Kiemen oder durch direkten Nachweis des toxischen Stoffes im Kadaver.


Ebenso sind Fischkrankheiten die mögliche Ursache für ein Fischsterben. Zum Beispiel durch Bakteriosen, Virosen, Pilzerkrankungen und parasitäre Erkrankungen, ernährungsbedingte Krankheiten.

In welcher Jahreszeit tritt akutes Fischsterben besonders häufig auf?

Typisch für das sog. Umkippen von Gewässern sind lange Extremwetterlagen z.B. Heiß- und Trockenphasen im Sommer. Aber auch im Winter kann es zu akutem Fischsterben kommen.

Akutes Fischsterben - Was kann man dagegen tun?

Entgegen der verbreiteten Meinung, das man in vielen Fällen einfach machtlos ist und nichts aktiv an der Situation ändern kann, besteht bei z.B. Sauerstoffmangel oder schlechtem ph Wert auch die Möglichkeit akut zu helfen. Selbst bei größeren Gewässern.

Wichtig ist eine sofortige Information an die zuständigen Stellen.

Wenn Sie uns unkompliziert mit Hilfe unseres Notfallbuttons informieren, melden wir es an die verantwortlichen Stellen weiter.

Für die Analyse stehen uns entsprechende Geräte zur Verfügung. Wir können schnell feststellen, welche Ursachen in Betracht kommen und können qualifizierte Meldungen machen.
In Abstimmung mit den Verantwortlichen setzen wir unsere Akuthilfeprodukte ein.


Danke!