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Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft und Siedlungsabwasser

Damit auf den Feldern die Pflanzen besser wachsen, werden diese gedüngt.
Sehr oft wird dafür phosphor- und stickstoffhaltiges Düngemittel verwendet. Durch den Regen werden die Böden ausgewaschen und von den Pflanzen nicht aufgenommener Dünger gelangt in Flüsse, Seen und Teiche.

Leider werden auch Abwässer von Menschen in Gewässer eingeleitet. Abwasser enthält in der Regel viele organische Verbindungen und damit Kohlenstoff und ist sehr nährstoffreich. Das gefällt den Wasserpflanzen und Algen – denn sie können schneller wachsen. Doch dadurch erobern sie den See und alles wächst zu. Auch die Fische wachsen schneller und vermehren sich. So leben und sterben mehr Tiere und Pflanzen in dem Gewässer. Dadurch entsteht mehr Schlamm am Boden des Gewässers. Die Mikroorganismen benötigen mehr Sauerstoff, um den Schlamm wieder abzubauen. Der Sauerstoff wird für die Fische knapp. Dadurch sterben die Fische häufiger. Das führt wieder zu neuem Schlamm auf dem Boden. Die Mikroorganismen wachsen auch schnell und der Sauerstoff am Boden wird komplett verbraucht.

Im Wasser bilden sich nun drei Zonen. Am Grund des Sees gibt es keinen Sauerstoff mehr. In der oberen Schicht ist ein sauerstoffreicher Bereich. Dazwischen befindet sich die Sprungzone. Der Sauerstoff von der Oberfläche kann nun nicht mehr durch die Sprungzone an den Grund des Gewässers zirkulieren. In diesem Zustand des Gewässers wird kein Schlamm mehr abgebaut. Die Mikroorganismen sterben ab. Dann beginnt der Schlamm zu faulen. In dem Schlamm bilden sich Giftgase, die auch außerhalb des Wassers sehr unangenehm riechen, oft stinken. Dann ist das Gewässer vergiftet und biologisch tot.

Wie gelingt es nun wieder Sauerstoff und neue Mikroorganismen an den Boden des Sees zu bekommen?